Einzugsermächtigung widerrufen

Einzugsermächtigung widerrufenWer etwas bestellt, bekommt meist verschiedene Möglichkeiten die Rechnung zu begleichen. Manche Zahlungsarten sind für Unternehmen mit höheren Risiken verbunden, da sie dadurch keine Zahlungssicherheit haben. Daher wundern sich viele Kunden oft darüber, warum nicht alle Zahlungsarten zur Verfügung stehen. In den meisten Fällen werden Zahlungsarten angeboten, die für den Unternehmer mit hoher Zahlungssicherheit verbunden sind. Für den Kunden ist es natürlich bequem, wenn er sich nicht darum kümmern muss die Rechnung fristgerecht zu überweisen. Er kann dem Verkäufer anbieten, dass der das Geld vom Konto abbucht und braucht sich somit nicht weiter um die Bezahlung zu kümmern. Ein Nachteil ist für den Kunden allerdings, dass er nicht beeinflussen kann wann der Einzug vom Konto erfolgt. Wir zeigen wie man eine Einzugsermächtigung widerrufen kann.

Einzugsermächtigung widerrufen – eine Vorlage

Eine Einzugsermächtigung wird schriftlich widerrufen. So kann man dies belegen und im Streitfall den Beweis antreten. Dazu benötigen Sie ein formloses Schreiben, welches wir Ihnen hier als Vorlage kostenlos zum Download anbieten.


Einzugsermächtigung oder Abbuchungsauftrag?

Viele Verbraucher denken, dass eine Einzugsermächtigung und ein Abbuchungsauftrag das Gleiche sind. Dem ist allerdings nicht so. Die Begriffe Lastschrift und Lastschriftverfahren hat jeder schon einmal gehört, doch die Unterschiede zwischen Einzugsermächtigung und Abbuchungsauftrag sind meist nicht bekannt. Meist handelt es sich um das gleiche Formular. Abbuchungsauftrag steht nicht unbedingt als Wort drauf. Lediglich der Hinweis auf den Empfänger lässt darauf schließen, ob es eine Einzugsermächtigung oder ein Abbuchungsauftrag ist. Die Einzugsermächtigung geht an das Unternehmen, der Abbuchungsauftrag an die Bank. Eine Einzugsermächtigung widerrufen ist innerhalb der gültigen Widerspruchsfrist möglich. Eine Einzugsermächtigung widerrufen ist bei autorisierten Lastschriften innerhalb von sechs beziehungsweise acht Wochen möglich. Bei nicht autorisierten Lastschriften kann man bis 13 Monate die Einzugsermächtigung widerrufen. Möchte man die Einzugsermächtigung widerrufen ist in diesen Zeiten dafür keine Angabe von Gründen nötig.

Einzugsermächtigung widerrufen bei Abbuchungsauftrag?

Die Einzugsermächtigung widerrufen ist beim Abbuchungsauftrag nicht möglich. Einen Abbuchungsauftrag bekommt die ausführende Bank, nicht der Zahlungsempfänger. Möchte man hier einen Widerruf erreichen, muss man diesen an seine eigene Bank schicken. Die Bank prüft dann bei einer Abbuchung, ob ein entsprechender Widerruf vorliegt. Für die Banken bedeutet das Verfahren einen enormen Aufwand, daher ist es nicht sonderlich beliebt. Abbuchungsaufträge kommen meist bei gewerblichen Geschäften zum Einsatz. Sie bieten in der Regel dem Empfänger eine hohe Zahlungssicherheit. Einen Verweis zu den Bedingungen kann man seit November 2009 in den gültigen Geschäftsbedingungen finden, unter dem Artikel Geschäftsbedingungen bei Lastschriftzahlung. Seit November 2009 gibt es eine Unterscheidung zwischen den bisher üblichen nationalen Lastschriftverfahren und den neu dazugekommenen europäischen Lastschriftverfahren. Im europäischen Lastschriftverfahren kann man eine Einzugsermächtigung widerrufen, grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ab Buchungstag. Dabei macht es keinen Unterschied, wann die Rechnung abgeschlossen wurde. Im BGB sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in diversen Paragrafen unter dem Titel „Zahlungsdienste“ geregelt.

Was ist eine Einzugsermächtigung überhaupt?

Für Privatkunden ist die Einzugsermächtigung das gängigste Lastschriftverfahren. Eine Einzugsermächtigung erteilt man dem Zahlungsempfänger. Sollte der Kunde nicht mit der Abbuchung einverstanden sein, dann kann er die Einzugsermächtigung widerrufen innerhalb einer Frist von sechs Wochen. Ist die Einzugsermächtigung widerrufen, wird eine Rückbuchung auf das Konto des Kunden veranlasst. Eine Rückbuchung oder Rücklastschrift kann auch passieren, wenn ein Buchungsfehler vorliegt oder das Konto nicht ausreichend gedeckt ist. Wurde die Summe dem Konto des Empfängers schon gutgeschrieben, erfolgt die Rückbuchung dennoch. Das Unternehmen, welches das Geld eingezogen hat, hat also keine Garantie, dass die Zahlung hundertprozentig erfolgt.